Schwarze Pädagogik und ihre braune Mit-Wirkung
KZ-Bild
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Die unreflektierte Fortsetzung der Gewalt-Verhältnisse mit scheinbar besseren Manieren - strukturelle Gewalt in der Erziehung, in den Schulen, Selektion und Wertung
In den 60er Jahren war es noch selbstverständlich, dass wir in die Ecke gestellt, mit "Tatzen" bestraft oder sogar systematisch verprügelt wurden. Als die junge Landtagsabgeordnete Hildegard Hamm-Brücher im Landtag den Antrag stellte, dass in den Schulen nicht mehr geprügelt werden sollte, wurde sie verlacht und beschieden: "A gscheide Watschn hat noch koam gschadt!"

Die Fortsetzung des 3. Reiches war selbstverständlich verschwiegen, sie alle hatten ihre "Persilscheine" und machten weiter, wie sie es im 1000jährigen Reich gelernt hatten, das aus der katholischen und militaristischen Hierarchie gründlich vorbereitet worden war. Bis zur Räterepublik 1918 hatte die kirchliche Schulaufsicht für diese göttliche Ordnung gesorgt, die bis Mixa weiterprügelte.

Die Trauma-Wirkungen werden auch von den meisten Opfern so lang bestritten, bis das Gefühl freigelegt werden kann: Die Beschämung, die Irritation, die verbleibende Unsicherheit in Ansehen, Liebe, Würde, ... und die verdrehte unterwürfige Bindung an die prügelnden, strafenden Personen.

Besonders schwer haben es die frommen Heimkinder, die ihren peinigenden Nonnen und Priestern noch nicht einmal böse sein dürfen, die immer noch verzeihen und vergeben müssen, und damit die eigene Selbstsicherheit nicht mehr finden können: Immer bestimmen Andere, was sie zu fühlen haben. twitter: @GewaltErziehung

Schwarze Pädagogik und gestörte Wahrnehmung: Es tut nicht weh, Herr Gauck!


Karneval der Kulturen
Karneval der Kulturen
Bei der Erziehung, die wohl 95% unserer heute Alten "genossen" haben, ist es kein Wunder: Die Nazi-Sprüche von Ehre und Leistung wurden auch von den Gegnern kopiert, alle hatten Prügel bekommen und danach beteuert, es hätte ihnen nicht geschadet.
Heute tun die meisten weiter so, als wäre da nichts gewesen, aber die Vorschläge des Dr. Schreber waren der "wissenschaftliche Stand": Schlag die Kinder schon ganz früh, ab zwei Jahren werden sie das vergessen und dich lieben! Die Verdrängung funktioniert, und nur selten packt ein Abenteurer seines Lebens aus: Meine Scheißjugend ... (Andreas Altmann) und ketzerbrevier.blog.de

Das schlimmste ist wenig direkt erfahrbar, aber aufmerksamen Menschen zugänglich, wenn sie es in gut geführten Gesprächen gemeinsam angehen: Das "Es tut nicht weh", das mal GUT GEMEINT war, irritiert die Wahrnehmung des Kindes, und vor allem, wenn es, wie damals, nicht widersprechen durfte, und ist der Beginn von hilflosem Schweigen, das in die innere Einsamkeit führt. Dort ist später die Depression zu Hause, die nichts mehr aussagen kann, die keine Belastung mehr erträgt, wie ein geplatzter Fahrradschlauch ...
Nun ist etwas entsprechendes sogar Gauck in die Rede gerutscht:
Glückssüchtig ist gut: Verschwendungssüchtig sind wir geworden, und ein bisschen hinfallen im Ausland wird doch nicht so weh tun! das muss doch einfach sein, für Papas Rohstoffe, für unsere Exportweltmeisterei, die vor allem die Schäden exportieren soll, mit den Waffen ...

Die gestörte Wahr-Nehmung lässt den Anderen die Macht: Chefs und Vorgesetzte, Lautere und Schnellere, Lobbyisten und Presse. Alle, die uns "gutes Verhalten" beibringen, sorgen auch dafür, dass wir die wirklichen Verhältnisse nicht an- und aussprechen.
Die Wahrheit wird euch frei machen Einer der wenigen wirklich wahren Sätze der alten Bibel, die uns mit Moralismus um die Ohren ebenfalls die Art ruinierte, selbst und gemeinsam den Hintergründen auf die Spur zu gehen und selbst zu forschen, welche Gegenwart und Zukunft wir gestalten.
Der Traum von einer Gesellschaft - wird sind noch lange nicht in Not, sondern in alten Konkurrenz- und Revierkämpfen der Reichen, die auf unsere (99%) Kosten weiteren Reibach machen. Aber dem Chef und der "Sicherheit des Arbeitsplatzes" zu Liebe wird geschuftet, bis die Firma ins Ausland zieht, weil nie Mitbestimmungsrechte durchgesetzt werden konnten.
Selbstorganisierte Betriebe sind möglich: Genossenschaften und gemeinschaftliche Projekte brauchen den Zugang zur wirklichen Wahrnehmung, sonst machen KollegInnen mit Belastungen, Depressionen, Panik oder anderen Störungen die gemeinschaftliche Basis nieder.
auch zum Hintergrund: Kriegskinder und Nachkriegskinder

Über Sexualität reden - im Umkreis der Schwarzen Pädagogik - ist immer noch revolutionär
Kindergeschichte
Kindergeschichte

An bayrische Schulen zu gehen ist schon immer abenteuerlich, aber mit diesem Thema ist das doppelt spannend: Wie machen die das? Was machen die da? Ein großer Anteil ist inzwischen die Beschäftigung mit allen falschen Eindrücken aus den Pornos: Sex tut weh, hat mit Gewalt zu tun, mit Überwältigen, Überreden, Übertölpeln ...

Zwischen der Angst vor den Schmerzen und der Angst zu versagen (einen zu kleinen Pimmel zu haben) steht die Unsicherheit des Verhaltens, die Ahnungslosigkeit zu Liebe.
Dabei frag ich mich manchmal, wie sie wirklich besser zu erklären ist: Die Schmetterlinge im Bauch taugen nur für schon romantisch veranlagte, das Küssen als die einleitende Kunst überzeugt auch schon mal pragmatisch veranlagte, wir sind zur Zeit öfter in der Berufsschule.
Lehrpersonen sind ja immer sehr froh, wenn wir kommen, aber ihr sonstiges Verhältnis zu den Schülern ist nur manchmal humorvoll, meistens trocken-korrekt, und in den Förderschulen auch eher mal liebevoll. Dort himmeln die Schüler auch am Unbefangensten ihre Lehrpersonen an, die anderen haben wohl nicht mehr so viel Grund dazu.

Meine Kindheit war ja auch nur anfangs so liebevoll, dann eher sachlich distanziert, vor allem, wenn es um "solche" Themen ging. Da klemmte die Sprache, da war Peinlichkeit im Raum: Um so schöner, wenn wir quer durch die kulturelle Herkunft etwas Selbstverständlichkeit in das Reden, in das Fühlen, in das Verhältnis zum eigenen Körper bekommen können.
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